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Freitag, 18. April 2014

17. April 2014, 09:14

Landkreis will Mifa vor Insolvenz retten

Von Tobias Schmidt

Der Landkreis Mansfeld-Südharz greift dem angeschlagenen Fahrradhersteller Mifa mit einem millionenschweren Sale-and-Lease-Back-Vertrag unter die Arme. Damit will er 750 Arbeitsplätze sichern. Aber ist das rechtlich einwandfrei?

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17. April 2014, 09:01

Nürburgringaffäre: Haftstrafe für Deubel

(tos) Im Prozess um das Nürburgring-Debakel hat das Landgericht Koblenz am Mittwoch den Ex-Finanzminister von Rheinland-Pfalz, Ingolf Deubel, zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Deubel sei in 14 Fällen der Untreue schuldig und habe eine uneidliche Falschaussage vor einem Untersuchungsausschuss im Mainzer Landtag geleistet, so die Begründung. Der ehemalige Nürburgringchef Walter Kafitz bekam eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten wegen Untreue. Der Ex-Chef der Investitions- und Strukturbank und der Chef von deren Immobilientochter bekamen jeweils eine Verwarnung. Insgesamt eineinhalb Jahre lang dauerte der Prozess um die Aufarbeitung der im Jahr 2009 gescheiterten Privatfinanzierung des Nürburgringausbaus, die Deubel noch im gleichen Jahr zum Rücktritt als Finanzminister zwang. Die Staatsanwaltschaft hatte Deubel vorgeworfen, eigenmächtig Zahlungen veranlasst und Steuergeld gefährdet zu haben. Den Vorwurf der Untreue hat der 64-Jährige stets bestritten und Freispruch verlangt. Für die Sanierung der Rennstrecke hat das Land Rheinland-Pfalz insgesamt über 330 Millionen Euro gezahlt. Nach der Insolvenz ist der Nürburgring dann im März dieses Jahres für 77 Millionen Euro an den Autozulieferer Capricorn verkauft worden.

Quellen: Spiegel Online, Der Neue Kämmerer

16. April 2014, 13:41

Flughafen Lübeck erneut in Schwierigkeiten

(tos) Der Lübecker Flughafen Blankensee kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Aktuell ist bekannt geworden, dass der Investor Mohamad Rady Amar von seinem in Aussicht gestellten finanziellen Engagement abgesprungen ist. Nachdem Amar der Stadt Ende 2012 den Flughafen für einen symbolischen Euro abgekauft hatte, hatte er angekündigt, bis zu 20 Millionen Euro in den Flughafen zu investieren und bis zum Jahr 2018 schwarze Zahlen zu schreiben. Nun hat Amar seine Anteile an der Muttergesellschaft 3-Y verkauft, zu der auch der Flughafenbetreiber Yasmina gehört. Amar wird auch als Geschäftsführer des Betreibers zurücktreten. Der Mutterkonzern 3-Y hat nach Einschätzung von Creditreform eine mangelhafte Bonität, berichtet der Fernsehsender NDR. Die Lübecker Bürgerschaft streitet schon seit Jahren um den verlustreichen Flughafen. Zwar hatte sich in der Vergangenheit in der Bürgerschaft bereits eine Mehrheit für eine Schließung ausgesprochen, dies war jedoch an einem Bürgerentscheid gescheitert.

Quellen: Der Neue Kämmerer, NDR



15. April 2014, 09:45

Mansfeld-Südharz: Finanzspritze für Fahrradhersteller

(tos) Der sachsen-anhaltinische Landkreis Mansfeld-Südharz will dem angeschlagenen Fahrradhersteller Mifa durch Finanzspritzen unter die Arme greifen. Das hat der Kreistag in einer außerordentlichen Sitzung am Samstag beschlossen. Der Landkreis plane, dem Fahrradhersteller Grundstücke und Aktien abzukaufen, sagte ein Sprecher des Landkreises am Dienstag gegenüber DNK. Des Weiteren sei eine mögliche Bürgschaft diskutiert worden. Dies sei jedoch zunächst verworfen worden, weil hierfür eine beihilferechtliche Prüfung erforderlich sei. Die Grundstücks- und Aktienkäufe seien dagegen beihilferechtlich nicht problematisch. Dies habe ihm inzwischen auch das Landesverwaltungsamt bestätigt, so der Sprecher. Der Fahrradproduzent Mifa hat seinen Firmensitz in der Kreisstadt Sangerhausen und beschäftigt rund 750 Mitarbeiter.

Quelle: Der Neue Kämmerer

Mehr zur derzeitigen Lage von Mifa erfahren Sie bei der DNK-Schwesterpublikation FINANCE:http://www.finance-magazin.de/geld-liquiditaet/kredite-und-anleihen/big-four-wp-firma-prueft-mifa-bilanzen/

14. April 2014, 12:34

Detroit: Einigung mit Bank of America zu Zinsswap

(tos) In den USA hat Insolvenzrichter Steven Rhodes der Stadt Detroit Erlaubnis erteilt, der Schweizer UBS AG und der US-Großbank Bank of America Corp. circa 85 Millionen Dollar zu überweisen. Durch die Zahlung soll ein Zinsswapvertrag aufgehoben werden. Der inzwischen dritte Versuch einer Einigung sei zu einem “vollständig angemessenen” Ergebnis gekommen, so Rhodes laut der Tageszeitung Die Welt. Laut Vertrag hätte die Stadt für die Aufhebung der Swapverträge eigentlich rund 288 Millionen Dollar zahlen müssen, sofern der Klageweg nicht zu einer Auflösung des Vertrags geführt hätte. Die nun erzielte Einigung macht daher neue Hoffnung, dass Detroit den Weg aus der im Sommer 2013 beantragten Insolvenz finden kann. Mit einer Schuldensumme in Höhe von 18 Milliarden Dollar war die Insolvenz Detroits der bislang größte kommunale Konkursfall in den USA. (siehe hierzu auch: DNK 1/2014, S.3)

Quellen: Die Welt, Der Neue Kämmerer

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