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Freitag, 18. Mai 2012
26. April 2010, 10:15

Diskussion um angeblichen Uniklinik-Verkauf in Kiel


(sar) Die schwarz-gelbe Landesregierung in Schleswig-Holstein hat mit Verkaufsplänen des Uniklinikums des Landes heftige Diskussionen ausgelöst. Die Lübecker Nachrichten hatten unter Berufung auf FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki berichtet, es sei bereits ein Interessenbekundungsverfahren zum Verkauf eingeleitet worden. Kubicki hat der Darstellung inzwischen widersprochen, es sei noch nichts entschieden. Gegen einen Verkauf des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) stellen sich die Opposition und die Gewerkschaften.
Der dpa zufolge stammt der Vorschlag zum Verkauf des UKSH von Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU). Er galt bereits in der vergangenen Regierungsperiode als Befürworter der Privatisierungspläne des vorherigen CDU-Wissenschaftsministers Dietrich Austermann, die am Widerstand des damaligen Koalitionspartners SPD gescheitert waren. Ziel des angestrebten Verkaufs soll sein, ein Sanierungsprogramm mit einem Umfang von 700 Millionen Euro umzusetzen, das die öffentliche Hand allein wegen der schlechten Haushaltslage nicht realisieren kann.

Quellen: Lübecker Nachrichten, dpa, Welt, Der Neue Kämmerer