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Freitag, 18. Mai 2012
31. Mai 2010, 09:14

Lübecker Uni bangt um ihre Zukunft


(sar) Die Hochschule in Lübeck fürchtet das Aus. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein will einem Bericht des Spiegel zufolge aus finanziellen Gründen die Ärzteausbildung an der Hochschule einstellen und die Uniklinik mit Standorten in Lübeck und Kiel baldmöglichst verkaufen.
Das Land unter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat ein strukturelles Defizit von 1,25 Milliarden Euro. Ein Hauptgrund ist die Unterstützung der im Besitz von Schleswig-Holstein und Hamburg befindlichen HSH Nordbank, die in der Finanzkrise in Schieflage geraten war und mit vier Milliarden an Steuergeldern gerettet werden musste. Von 2011 an sollen in Schleswig-Holstein jährlich etwa 125 Millionen Euro Defizit abgebaut werden. Die Streichung der Medizinstudienplätze soll bis 2020 Einsparungen von 150 Millionen Euro bringen. Auch für das Universitätsklinikum würden Sanierungskosten von 700 Millionen Euro fällig. Dem Bericht zufolge soll es nun so schnell wie möglich verkauft werden. Erste Verkaufsgerüchte hatten schon vor Wochen für heftige Diskussionen gesorgt (siehe auch: Diskussion um angeblichen Uniklinik-Verkauf in Kiel ). Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) kündigte Widerstand gegen die Sparpläne an, er will einen Krisenstab gründen.

Quellen: Spiegel, Der Neue Kämmerer