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Freitag, 18. Mai 2012
14. Juli 2010, 12:06

Rheingau-Taunus-Kreis: Verluste durch Fremdwährungskredite sorgen für Zoff


(elb) Verluste in Höhe von 11 Millionen Euro durch Fremdwährungskredite in Schweizer Franken sorgen im Rheingau-Taunus-Kreis für Streit innerhalb der schwarz-roten Kreistagskoalition. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Georg Mahr warf Kreiskämmerin Jutta Nothacker (CDU) „Devisenspekulation“ vor. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion André Stolz wiederum entgegnete, für die Aufnahme von Kassenkrediten in Schweizer Franken habe vor allem Landrat Burkhard Albers (SPD) verantwortlich gezeichnet.In der Vergangenheit haben sich viele Kommunen durch derartige Kreditgeschäfte niedrige Zinsen gesichert und über Jahre hinweg einen deutlichen Zinsvorteil realisiert. Durch die aktuellen Kursverluste des Euros hat sich der Zinsvorteil nun aber in vielen Fällen in Luft aufgelöst. Im Rheingau-Taunus-Kreis wollen Landrat Albers und Kämmerin Nothacker das Problem aussitzen. Die Fremdwährungskredite sollen solange weiter gehalten werden, bis der Euro wieder aufwertet, damit aus den Buchverlusten keine realen Verluste werden.

Quellen: Wiesbadener Kurier, Der Neue Kämmerer