Deutschland hängt bei Social-Media-Angebot zurück
(sar) Bei Social-Media-Angeboten haben deutsche Behörden im internationalen Vergleich noch erheblichen Nachholbedarf. 80 Prozent der Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen sind einer Marktbeobachtung der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting zufolge der Meinung, dass sich mit Social-Media-Angeboten die Bürgerbeteiligung und Servicequalität in den Behörden verbessern lasse. Allerdings schaffe es das deutsche Online-Angebot für Bürger im internationalen Vergleich nicht unter die Top 20. Vorbilder könnten die skandinavischen Länder sein.
Der Marktbeobachtung zufolge ist es wichtig, dass die Aktivitäten im Web 2.0 sorgfältig vorbereitet werden. So müssten Mitarbeiter in der Online-Kommunikation geschult werden. Dann könne das Social-Media-Angebot neue Beteiligungsmöglichkeiten für Vereine, Bürgerinitiativen und Parteien sowie für Verwaltungen untereinander eröffnen. Als Vorbild werden die skandinavischen Länder angeführt. Dort gebe es Kommunikationskanäle zu den Bürgern via Twitter, Blogs und Podcasts. Zudem könnten Einwohner über das Internet Petitionen an ihre Gemeinde schicken, sich bei Befragungen oder Online-Konsultationen einbringen und Sitzungen des Stadtrats online verfolgen.
Quellen: Steria Mummert Consulting, Der Neue Kämmerer
