Bochum: Verluste durch Franken-Fremdwährungskredite
(sar) Die Stadt Bochum hat seit Jahresanfang Verluste durch Fremdwährungskredite mit Schweizer Franken eingefahren. Würden die Kredite sofort abgelöst, läge der Verlust bei 12,1 Millionen Euro. Die Kredite sollen jedoch keiner Fristbindung unterliegen. Die Stadt will vorerst abwarten und hofft, dass sich der Euro dem Franken gegenüber wieder erholt.
Stadtkämmerer Dr. Manfred Busch erntete dem Onlineportal Der Westen zufolge Kritik von Ratsmitgliedern der CDU und der Linkspartei. Die Stadt hat im Januar dieses Jahres 103 Millionen Schweizer Franken aufgenommen, zum damaligen Stand entsprach das etwa 70 Millionen Euro. Im Februar folgte ein Kassenkredit über 117,5 Millionen Schweizer Franken (80 Millionen Euro). Die Kredite in Schweizer Franken wurden aufgenommen, weil der Zins in der Fremdwährung tradituionell niedriger liegt. Busch nannte einen Zinsvorteil von zurzeit 0,7 Prozent. Bochum hatte bereits in den vergangenen beiden Jahren Fremdwährungskredite in Schweizer Franken aufgenommen, die Ersparnis lag der Kämmerei zufolge 2008 bei 3,35 Millionen Euro, 2009 bei 5,28 Millionen Euro.
Zuletzt hatte es im Rheingau-Taunus-Kreis eine Debatte über Fremdwährungskredite in Schweizer Franken gegeben (mehr dazu: Rheingau-Taunus-Kreis: Verluste durch Fremdwährungskredite sorgen für Zoff).
Quellen: Der Westen, Der Neue Kämmerer
