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Samstag, 04. Februar 2012
25. August 2010, 11:45

Hagen: Straßennetz zu niedrig bewertet


(sar) Während die meisten Kommunen über wachsende Finanzlöcher klagen, macht die Stadt Hagen derzeit die umgekehrte Erfahrung: Durch eine Panne waren in der vorläufigen Eröffnungsbilanz der Stadt 300 Millionen Euro zu wenig ausgewiesen. Hagen schlittert nun erst 2011 in die Überschuldung.
Wie das Onlineportal Der Westen berichtet, passierte der Fehler im Verantwortungsbereich von Kämmerer Christoph Gerbersmann. Eine Fachfirma, die mit der Bewertung des Straßennetzes beauftragt war, hat dem Bericht zufolge die Verzahnung zwischen Rückstellungen und Straßenvermögen falsch kalkuliert. An die Straßen angrenzende Bürgersteige und Grünflächen seien lediglich erfasst, nicht aber eingerechnet worden. Die Verwaltung bemerkte den Fehler demnach bei einer Plausibilitätsprüfung nicht, erst das Rechnungsprüfungsamt wurde in einer Untersuchung auf die falsche Kalkulation aufmerksam. Die zunächst übersehenen 300 Millionen Euro machen 15 Prozent des Gesamtbilanzvolumens aus.
Aus den Reihen der SPD kam dem Bericht zufolge heftige Kritik an der Kämmerei. Es habe zwei Jahre gedauert, bis die Eröffnungsbilanz vorlag, dennoch wurde der Fehler übersehen. Kämmerer Gerbersmann und OB Jörg Dehm sollten die Verantwortung übernehmen, forderte der SPD-Unterbezirksvorsitzende.

Quellen: Der Westen, Der Neue Kämmerer