Ritterhuder Kämmerer kritisiert Lokalpolitiker
(sar) Der Ritterhuder Kämmerer Detlev Paltinat reagiert auf die öffentliche Debatte, die sein kürzlich angekündigter Rücktritt ausgelöst hat. Paltinat hatte die Gründe für seinen Rücktritt zunächst erst am Montag in einem Workshop bekannt geben wollen, wurde dafür jedoch heftig kritisiert (mehr dazu: Ritterhuder Kämmerer: Öffentlicher Abgang). Nun bemängelte Paltinat gegenüber dem Weser-Kurier, dass einige Vorgänge in Ritterhude der politischen Taktik zum Opfer gefallen seien.
Er habe mit den Kollegen in der Verwaltung und mit Bürgermeisterin Susanne Geils konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet, sagte Paltinat dem Bericht zufolge. Auch die Finanzlage der Gemeinde habe nichts mit seinem Rücktritt zu tun. Er beende jedoch seine Arbeit, weil er nicht mehr miterleben wolle, wie Finanzpolitik zwischen politischen Fronten aufgerieben werde. Der Umgang mit Sachthemen im Rat der Stadt und in den Ausschüssen sei „geprägt von Profilierung, Fensterreden und persönlichen Angriffen“, wird der Kämmerer zitiert. Paltinats Amtszeit als Kämmerer endet nach nur fünf Monaten, er hatte die Aufgabe erst im März übernommen.
Quellen: Weser-Kurier, Der Neue Kämmerer
