Logo
Samstag, 04. Februar 2012
8. September 2010, 11:45

Derivate-Fiasko: Ex-Kämmerer droht hohe Schadenersatzforderung


(elb) Im Prozess vor dem Landgericht Bielefeld um Schadensersatzzahlungen für Verluste aus Derivate-Geschäften in Höhe von 1,6 Millionen Euro hat der beklagte Ex-Kämmerer der Stadt Lübbecke (Westfalen), Achim Wippermann, ein Vergleichsangebot über eine Zahlung von 300.000 Euro ausgeschlagen. Presseberichten zufolge sagte der 54-Jährige: „Der Vergleich ist mein Ruin. Dem kann ich nicht zustimmen.“ Der frühere Kämmerer, Beigeordneter der Stadt und Geschäftsführer des städtischen Unternehmens Wirtschaftsbetriebe Lübbecke (WBL), soll bei der WBL eigenmächtig riskante Zinswetten abgeschlossen haben. Bei einem Verlust von 1,6 Millionen Euro zog das Unternehmen im August 2008 die Reißleine und stieg aus. Nun soll Wippermann 1,1 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Schon während des ersten Verhandlungstages im Oktober 2009 machte der Richter deutlich, dass Wippermann nach seiner Einschätzung haften muss.

Quellen: Westfalen-Blatt, Der Neue Kämmerer