Deutsche Bank zu Schadensersatz verurteilt
(naj) Das Frankfurter Landgericht hat die Deutsche Bank wegen des Verkaufs von Zinsderivaten (spread ladder swaps) an die Stadtwerke Pforzheim zu Schadenersatz verurteilt. Die Stadtwerke Pforzheim hatten das Zinsderivat 2005 von der Bank gekauft und im Folgenden einen Verlust von knapp 4 Millionen Euro erlitten. Das Kreditinstitut muss eine Schadensersatzzahlung von 3,9 Millionen Euro plus Zinsen leisten. Das Landgericht Frankfurt sah es als erwiesen an, dass die Bank beim Verkauf des Zinsderivats ihre Beratungspflichten in grober Form verletzt hat. Ein Mitverschulden der Stadtwerke an den entstandenen Verlusten sah die Zivilkammer nicht. Die Deutsche Bank will gegen das Urteil Berufung einlegen.
Quellen: F.A.Z., Der Neue Kämmerer
