CFM in kommunaler Zuständigkeit

26.07.17 10:47

Charité: Aufsichtsrat beschließt Kommunalisierung der CFM

Von Melanie Weber

Der Aufsichtsrat der Charité beschließt die 100-prozentige Überführung der Charité CFM Facility Management GmbH in eine Tochtergesellschaft. Zukünftig fällt somit auch die CFM in kommunale Zuständigkeit. Unterstützung erhält die Charité hierbei durch Förderungen vom Land.

Der Aufsichtsrat der Charité veranlasste die 100-prozentige Überführung der Tochtergesellschaft Charité CFM Facility Management GmbH, die zum 01.01.2019 erfolgen soll. Der Senat hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesellschaft in 100-prozentiges Eigentum der öffentlichen Hand zu überführen sowie eine deutliche Verbesserung der Situation der Beschäftigten (z.B. durch Vergütungserhöhungen) zu erreichen. Der regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärte, dass der Senat dabei sowohl die finanziellen Kapazitäten der Charité wie auch die Unterstützung durch das Land im Blick habe. Die 100-prozentige Überführung mit gleichzeitiger Fortführung der gegenwärtigen Arbeit und einen weiterhin ausgeglichenen Haushalt stellt die Charité vor eine große Herausforderung. Nach ersten Einschätzungen im Jahr 2018 entstehen Einmalkosten von etwa 7 Millionen Euro. Die anfallenden Kosten für die Vergütungsverbesserung der Beschäftigten sind abhängig von der Erhöhung und dem Zeitpunkt der Umsetzung. Bei einem Grundlohn von 11 Euro ergeben sich demnach Mehrkosten von rund 4,2 Millionen Euro jährlich. Einsparungen ergeben sich jedoch durch den Wegfall der Management-Fee. Nach vorbehaltlicher Beschlussverfassung im Abgeordnetenhaus sollen zum Doppelhaushalt 2018/19 zusätzliche Titel zur Förderung von Investitionen der Charité erfolgen. Im Jahr 2018 belaufen diese sich auf 7,5 Millionen Euro. In 2019 sind Förderungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro eingeplant.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com