Fusion der ÖPNV-Betriebe

26.08.16 14:02

Essen und Mülheim wollen ÖPNV zusammenlegen

Von Ariane Mohl

Die Oberbürgermeister von Essen und Mülheim haben sich auf eine Fusion der ÖPNV-Betriebe beider Städte geeinigt. Schon am 1. Januar 2017 soll es losgehen.

Möglichst schon zum 1. Januar 2017 sollen die Verkehrsbetriebe von Essen und Mülheim fusionieren. Das geht aus einem Eckpunktepapier der Oberbürgermeister beider Städte, Thomas Kufen (CDU) und Ulrich Scholten (SPD), hervor. Grundlage des Papiers sind die Ergebnisse eines im Frühjahr 2016 in Auftrag gegebenen Gutachtens beider Städte zur Weiterentwicklung der interkommunalen Zusammenarbeit im ÖPNV. Diesem ist zu entnehmen, dass das bisherige Verbundunternehmen VIA mit der Essener Verkehrs AG (EVAG) verschmelzen soll. Die Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) soll künftig nur noch als „juristische Hülle“ weiterbestehen, aber keine eigenen Mitarbeiter mehr beschäftigen.

 

Entlassungen und Gehaltskürzungen soll es nicht geben. Nach Informationen der WAZ sollen alle 500 Mitarbeiter der MVG „unter vollständiger Wahrung ihrer Rechte“ zur neuen Gesellschaft wechseln. Oberbürgermeister Scholten habe der Belegschaft gar eine Arbeitsplatzgarantie in Aussicht gestellt, die weit über das Jahr 2019 hinausgehe.

Duisburg will den ÖPNV wieder selbst betreiben

Die Stadt Duisburg hatte sich im vergangenen Jahr entschieden, aus der VIA auszusteigen. Sie will ihren ÖPNV wieder in Eigenregie betreiben. Kufen und Scholten sehen das auch als Chance, Strukturen zu verschlanken. „Bei der VIA gab es bisher vier Geschäftsführer, vier Betriebsräte und vier Aufsichtsräte – nach dem Ausscheiden der Stadt Duisburg gibt es nur noch eine Geschäftsführung, einen Betriebsrat und einen Aufsichtsrat“, kündigten sie an.

 

Die endgültige Entscheidung treffen allerdings die Stadträte in ihren Sitzungen am 22. September (Mülheim) und 28. September (Essen).

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de