Anschuldigungen gegen Kämmerer

03.03.15 11:28

Finanzdebakel in Papenburg

Von Marc-Fabian Körner

Die Landesgartenschau 2014 in Papenburg entwickelt sich immer mehr zum Desaster: Die Stadt muss ein zusätzliches Defizit von rund 3,4 Millionen Euro verkraften. Der Geschäftsführer der Landesgartenschau erhebt nun Vorwürfe gegen den Kämmerer.

Nachdem bekannt geworden war, dass die Landesgartenschau (LGS) 2014 in der Stadt Papenburg mit 14,5 Millionen Euro rund 3,4 Millionen Euro teurer war als veranschlagt, beschuldigen sich nun die Verwaltungsspitze und der Geschäftsführer der Landesgartenschau gegenseitig. Es steht die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte, dass das von Anfang an kalkulierte Defizit von 2,4 Millionen Euro selbst bei mehr als 500.000 Besuchern, mit denen die Stadt gerechnet hatte, auf insgesamt 5,8 Millionen Euro anwachsen konnte.


 Geschäftsführer Lars Johannson gebe Papenburgs Kämmerer Martin Lutz (CDU) eine Mitschuld an dem Debakel, berichtete die Ostfriesen-Zeitung (OZ) am Samstag. Johannson selbst wird vorgeworfen, seine Kompetenzen überschritten zu haben, indem er eigenmächtig  über Aufträge mit einem Volumen von mehr als  12.000 Euro entschieden habe. In einem Schreiben an  die Fraktionsvorsitzenden der Stadt Papenburg holt Johannson nun zum Gegenschlag aus: Kämmerer Lutz habe nicht alle Karten offen auf den Tisch gelegt, so sein Vorwurf. Lutz habe  ihm die Entwicklung der Gesamtkosten vorenthalten.


Mit Spannung wird in Papenburg nun die Stadtratssitzung am 19. März erwartet, bei der ein Bericht des Rechnungsprüfungsamts vorliegen soll.