Versorgungsstärkungsgesetz beschlossen

18.12.14 16:30

Gröhe: ärztliche Versorgung verbessern

Von Ina Bullwinkel

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett das Versorgungsstärkungsgesetz der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Durch das Gesetz soll vor allem die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessert werden, um eine flächendeckende ambulante Versorgung zu erreichen.

Deutschland brauche „eine bessere Verteilung der Ärztinnen und Ärzte“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Einerseits solle der Überversorgung mit Ärzten in der Stadt entgegengewirkt werden, indem die Nachbesetzung von Vertragsarztsitzen abgelehnt werde, sofern dieser aus Versorgungsgründen nicht erforderlich sei. Andererseits solle eine ärztliche Unterversorgung auf dem Land unter anderem dadurch vermieden werden, dass ein Strukturfonds zur Sicherstellung der Versorgung eingerichtet werden kann, bevor eine akute Unterversorgung droht.


Der Deutsche Landkreistag begrüßt das Versorgungsstärkungsgesetz in Teilen. Beispielsweise sei die Verpflichtung der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen zur finanziellen Förderung der Weiterbildung begrüßenswert, so ein Verbandssprecher gegenüber DNK. Allerdings gehe das Gesetz nicht weit genug. Der Verband vermisse eine Auseinandersetzung mit den Feststellungen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Zu den dort geäußerten Vorschlägen zählten zum Beispiel die Einführung eines „Landarztzuschlages“, die gezielte Förderung des Fachs Allgemeinmedizin, die Verbesserung der Weiterbildungsstrukturen sowie Attraktivitätssteigerungen bei den Arbeitsbedingungen.