Studie zu Müllgebühren

23.06.16 14:35

Müllgebühren variieren von Stadt zu Stadt

Von Ariane Mohl

Mehrere Hundert Euro Unterschied pro Jahr gibt es zwischen der Stadt mit den teuersten und der mit den günstigsten Müllgebühren in Deutschland.

Bei der Höhe der Müllgebühren gibt es deutschlandweit große Unterschiede. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsunternehmens IW Consult, das im Auftrag des Eigentümerverbands Haus & Grund die 100 größten Städte in Deutschland unter die Lupe genommen hat.

 

„Zwischen der günstigsten und teuersten Stadt liegen 600 Euro im Jahr. Dafür gibt es Gründe, die die Kommunen jetzt dringend analysieren müssen“, fordert Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke. Bei der Präsentation der Studie wies er darauf hin, dass die Müllabfuhr bis zu zehn Prozent der Wohnnebenkosten ausmache. Im Schnitt bezahlten die Bürger für die Müllabfuhr mehr als für Straßenreinigung, Grundsteuer, Schornsteinfegergebühr und Gartenpflegearbeiten zusammen. „Hier gibt es also ein großes Einsparpotenzial zum Nutzen von Mietern und Eigenheimern und um die Attraktivität der Städte zu steigern“, so der Verbandschef.

Der VKU kritisiert die Methodik der Studie

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa Kritik an der Studie. Die Dienstleistungen in den verschiedenen Städten ließen sich schwer vergleichen. Höhere Müllgebühren könnten beispielsweise damit zu tun haben, dass die Tonnen größer seien oder häufiger geleert würden als in einer Kommune mit niedrigeren Gebühren. Auch andere Faktoren wie die Einwohnerzahl einer Stadt oder Gemeinde hätten Einfluss auf die Höhe der Entsorgungskosten.

 

Die Autoren der Studie haben die Entsorgungskosten für Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier verglichen, die bei einem Einfamilienhaus mit einer vierköpfigen Familie anfallen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de