Düsseldorf: Stadt vs. Sparkasse

09.12.15 15:34

Neues Jahr, alter Streit

Von Katharina Schlüter

Die Stadt und die Stadtsparkasse Düsseldorf streiten sich weiter um die Höhe der Ausschüttungen. Befeuert wird der Streit nun durch das erneut sehr gute Jahresergebnis der Sparkasse. Oberbürgermeister Geisel fordert für 2015 Ausschüttungen in Höhe von 56 Millionen Euro. Von einem Kompromiss scheint man weiter entfernt denn je.

Der Streit zwischen Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und dem Sparkassenvorstand Arnd Hallmann findet kein Ende: Wie die Rheinische Post berichtete, ging vergangenen Samstag ein weiteres Treffen zwischen Hallmann und Geisel ergebnislos zu Ende. Zu dem Treffen hatte der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV) die beiden Streithähne geladen, Verbandspräsident Michael Breuer versuchte zu vermitteln.

 

Weiter verschärft wird der bereits seit über einem Jahr andauernde Streit nun dadurch, dass die Stadtsparkasse Düsseldorf auch in 2015 wieder einen unerwartet hohen Gewinn einfahren wird. Laut RP wird dieser wohl 250 Millionen Euro liegen. Hallmann hat der Stadt für 2015 Ausschüttungen in Höhe von 14 Millionen Euro in Aussicht gestellt, OB Geisel fordert nun offenbar, dass der Verwaltungsrat – dessen Vorsitzender er ist – über 56 Millionen Euro frei verfügen kann.

 

Für das Jahr 2014 hatte Geisel ursprünglich gut 26 Millionen Euro Ausschüttungen gefordert, Hallmann hatte 3,5 Millionen Euro geboten, ein Kompromiss konnte nicht gefunden werden. Das Verfahren liegt derzeit bei der Sparkassenaufsicht im NRW-Finanzministerium.

 

Gegenüber dieser Zeitung hatte Oberbürgermeister Geisel im Juli erläutert, dass es aus seiner Sicht nur vordergründig um die Höhe der Ausschüttung ginge. Im Kern ginge es um die Kompetenzaufteilung zwischen Vorstand und Verwaltungsrat.

 

 k.schlueter@derneuekaemmerer.de