Managementvergütung in öffentlichen Unternehmen

15.06.17 14:39

Nur wenige kommunale Unternehmen legen Managervergütung offen

Von Melanie Weber

Wenn es um die Offenlegung der Vergütung von Top-Managern geht, mangelt es an Transparenz. Das gilt vor allem für die kommunale Ebene. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

Bei der Offenlegung der Top-Management-Vergütung in öffentlichen Unternehmen fehlt es an Transparenz. Das gilt vor allem für die kommunale Ebene. Das ist das Ergebnis zwei neuer Studien des Lehrstuhls für Public Management & Public Policy der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Lediglich 19,9 Prozent der von den Forschern untersuchten Unternehmen legen die Vergütung personenbezogen offen. Auffällig niedrig ist die Transparenzkultur, nach Aussagen der Forscher, bei kleineren Städten und bei den Landkreisen. Am häufigsten legen die Stadtstaaten sowie die Städte und Landkreise in NRW die Managergehälter offen. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern ist das personenbezogene Offenlegungsverhalten bei Unternehmen der Kommunen aus den östlichen Bundesländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg besonders restriktiv, heißt es in der Studie zum Transparenzgefälle.

 

Das Vergütungstransparenz-Ranking 2017 veranschaulicht die Ergebnisse zur Offenlegung der Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen für alle deutschen Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern, alle Landkreise, sowie die Bundes- und Landesebene. Darüber hinaus verweist die Studie „Nur 823 von 2.948: Deutschlandweites Transparenzgefälle bei Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen“, auf strukturelle Offenlegungsdefizite im deutschlandweitem Vergleich.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com