Streit um die Ausschüttungen der Stadtsparkasse Düsseldorf

21.06.16 11:35

Sparkasse Düsseldorf zahlt 25 Millionen Euro an die Stadtkasse

Von Ariane Mohl

Im monatelangen Streit um die Ausschüttungen der Stadtsparkasse Düsseldorf hat sich Oberbürgermeister Geisel (SPD) durchgesetzt. Die Stadt erhält rückwirkend für die Jahre 2014 und 2015 insgesamt 25 Millionen Euro.

Die Stadtsparkasse Düsseldorf schüttet von ihrem Gewinn aus den Jahren 2014 und 2015 insgesamt 25 Millionen Euro an ihren Träger, die Stadt Düsseldorf, aus. Das hat nach FAZ-Informationen der Verwaltungsrat des Instituts beschlossen.

 

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) zeigte sich nach Informationen des lokalen Internetportals Report-D mit der Entscheidung des Gremiums zufrieden. Die Ausschüttung der 25 Millionen Euro sei „ein Schritt in die richtige Richtung“.

Das Verhalten der Stadtsparkasse Düsseldorf war rechtswidrig

Geisel hatte vor rund einem Jahr die Sparkassenaufsicht im nordrhein-westfälischen Finanzministerium eingeschaltet, weil er den Jahresabschluss 2014 der Stadtsparkasse für nicht rechtens hielt. Seiner Meinung nach war es unzulässig, nahezu den kompletten Gewinn des Jahres 2014 den Rücklagen zuzuführen, ohne die Interessen der Stadt zu berücksichtigen. Die Aufsicht bestätigte Geisels Einschätzung.

 

Geisel hat sich damit fast auf ganzer Linie gegen den Sparkassenvorstand durchgesetzt. Nur seine Forderung, dass die Sparkasse die in Finanznöte geratene Stiftung Museum Kunstpalast mit 25 Millionen Euro unter die Arme greifen soll, blieb unerfüllt.

 

 

Wie die FAZ berichtet, hat der monatelange Streit zwischen der Stadt und der Sparkasse wohl auch personelle Konsequenzen: Der Verwaltungsrat hat den Vertrag von Finanzvorstand Martin van Gemmeren offenbar nicht verlängert.  

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de