Reparaturkosten zu hoch

01.08.14 11:39

Stadtwerke Wanzleben melden Insolvenz an

Von Tobias Schmidt

Nach dem aktuellen Fall in Gera hat nun ein weiteres Stadtwerk Insolvenz angemeldet. Die Stadtwerke Wanzleben GmbH haben ein vorläufiges Insolvenzverfahren einleiten lassen, teilte die Kanzlei Flöther & Wissing am Freitag mit.

Nach dem aktuellen Fall in Gera hat nun ein weiteres Stadtwerk Insolvenz angemeldet. Die Stadtwerke Wanzleben GmbH haben ein vorläufiges Insolvenzverfahren einleiten lassen, teilte die Kanzlei Flöther & Wissing am Freitag mit.

Im Unterschied zu dem Fall in Gera, wo eine Holding und ein Verkehrsbetrieb vorläufige Insolvenz angemeldet haben, geht es in Wanzleben um ein Unternehmen im Bereich der Energieproduktion. Ursache für die derzeitige Zahlungsunfähigkeit der Stadtwerke sei unter anderem, dass ein Blockheizkraftwerk ausgefallen sei und die Reparaturkosten im sechsstelligen Bereich lägen, so die Kanzlei Flöther & Wissing. Daneben hätten die niedrigen Umsätze zu der angespannten Liquiditätssituation geführt.

Die Stadtwerke befinden sich vollständig in der Hand der sachsen-anhaltinischen 15.000-Einowohner-StadtWanzleben-Börde bei Magdeburg. Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Magdeburg am Donnerstag Prof. Dr. Lucas F. Flöther von der genannten Kanzlei bestellt. Flöther wird nun mögliche Sanierungsoptionen prüfen. Denkbar sei beispielsweise eine Sanierung unter Einbindung neuer Investoren oder aber über einen Insolvenzplan im Sinne eines Vergleichs mit den Gläubigern, so Flöthers Kanzlei. Die Insolvenzanmeldung habe weder Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb noch sei die Versorgung der Bevölkerung in Gefahr. Die Löhne der Mitarbeiter seien über ein sogenanntes Insolvenzgeld bis Ende September gesichert.