Konzernaufspaltung geplant

04.12.15 08:00

Votum der kommunalen Anteilseigner zu RWE-Umbauplänen noch offen

Von Lukas Rust

Die RWE-Aktionäre der Städte und Kreise wollen den Vorschlag zur Aufteilung des Energieriesen noch nicht endgültig bewerten. Der RWE-Vorstandschef Peter Terium hatte angekündigt, drei Geschäftsteile in eine neue Gesellschaft auszulagern.

Es bleibt weiterhin offen, ob die kommunalen Aktionäre des zweitgrößten deutschen Versorgers RWE die geplanten Aufteilung des Konzerns unterstützen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben des Verbands der kommunalen RWE-Aktionäre (VkA) reichen die Informationen zu dem gewichtigen Schritt für eine Bewertung noch nicht aus. Grundsätzlich hält sie eine Strukturreform jedoch für notwendig.

Am Dienstag hatte der Vorstand des Energiekonzerns angekündigt, RWE aufzuteilen: Ähnlich wie bei dem Energieriesen E.on, sollen die Geschäftsbereiche Netze, Vertrieb und erneuerbare Energien in eine neue Gesellschaft abgespalten und teilweise an die Börse gebracht werden. Da die kommunalen Aktionäre rund ein Viertel der Anteile am nordrhein-westfälischen Unternehmen halten und mit vier Vertretern im Aufsichtsrat sitzen, haben sie erheblichen Einfluss auf die Entscheidung. Der Aufsichtsrat will am 11. Dezember dieses Jahres über die zukünftige Konzernstrategie entscheiden.

Der VkA lässt jedoch bereits Zweifel anklingen, ob die Aufspaltung des Energiekonzerns genug sein wird, um das Unternehmen im komplexen deutschen Energiemarkt wieder auf Kurs zu bringen. Doch der Verband hält den Zugang zu neuem Wachstumskapital für „begrüßenswert“. Das endgültige Votum der kommunalen Aktionäre kann erst fallen, wenn weitere Details vorliegen.