Versorgungsunternehmen fährt Verluste ein

01.12.16 16:55

Würzburg muss Versorgungsunternehmen WVV bezuschussen

Von Ariane Mohl

Lange Zeit profitierte die Stadt Würzburg von den hohen Gewinnen der WVV. Doch nun benötigt das Versorgungsunternehmen selbst Zuschüsse. Bei einer einmaligen Finanzspritze wird es wohl nicht bleiben.

Zum ersten Mal muss die Stadt Würzburg ihrem Versorgungsunternehmen WVV finanziell unter die Arme greifen. Nach Informationen der Mainpost ist im Vermögenshaushalt 2017 eine sogenannte „Ausgleichsverpflichtung gegenüber der WVV“ in Höhe von 500.000 Euro eingeplant.

 

Die Zeiten, in denen die Stadt sich über Millionenüberschüsse der Versorgungs- und Verkehrs-GmbH freuen durfte, scheinen damit endgültig vorbei zu sein. Wie die Mainpost schreibt, fuhr das Unternehmen bereits im Jahr 2015 ein Minus von rund 1,1 Millionen Euro ein. Nach Angaben von WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer hat sich das Geschäftsjahr 2016 ähnlich schlecht entwickelt. „Wir gehen davon aus, dass wir das Jahresergebnis 2016 nicht komplett aus eigenen Mitteln ausgleichen können“, sagte er.

 

Stadtkämmerer Robert Scheller stimmte den Rat schon mal darauf ein, dass es möglicherweise nicht bei einem einmaligen Zuschuss bleiben werde. Man müsse sich „eventuell daran gewöhnen“, dass Ausgleichsverpflichtungen zugunsten der WVV im Haushalt stehen.

 

Auch WVV-Chef Schäfer gab sich wenig optimistisch. Die Zeiten, in denen die durch den ÖPNV erzielten Verluste durch hohe Gewinne auf dem Energiemarkt ausgeglichen werden konnten, seien vorbei. 

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de