Streit um Swap-Geschäfte

07.04.16 11:58

Swaps: Kreuztal einigt sich mit WestLB-Nachfolgerin

Von Ariane Mohl

Die Stadt Kreuztal hat mit der Rechtsnachfolgerin der WestLB einen Vergleich geschlossen. Den Ausstieg aus den Zinswetten lässt sie sich einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.

Die Stadt Kreuztal im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Arnsberg zieht einen Schlussstrich unter den Streit um ihre Swap-Geschäfte mit der früheren WestLB. Nach Informationen der WAZ will sich die Stadt den Vergleich mit der Rechtsnachfolgerin der WestLB zwischen 14 und 20 Millionen Euro kosten lassen. Mit dem Vergleich, über dessen Details beide Seiten Stillschweigen vereinbart hätten, sei die juristische Auseinandersetzung beendet.

 

 

Kreuztal hatte im Jahr 2007 acht Derivatgeschäfte mit der früheren WestLB geschlossen. Weil sich die Stadt von der Bank falsch beraten fühlte, ging sie vor Gericht. Mit Erfolg: Das Landgericht Düsseldorf gab der klagenden Kommune im September 2013 in allen Punkten Recht. Doch die WestLB-Nachfolgerin ging in die nächste Instanz. Um eine mögliche Niederlage vor Gericht zu verhindern, entschied sich Kreuztal nun für einen Vergleich. 

 

Kreuztal hat rund 31.000 Einwohner.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de