Kostenexplosion bei Sanierung der Kölner Bühnen

12.07.17 14:25

Baudesaster: Sanierungskosten der Kölner Bühnen steigen um das Doppelte

Von Melanie Weber

Die Sanierung der Kölner Bühnen wird für die Stadt fast doppelt so teuer wie geplant. Die Kölner Oberbürgermeisterin Reker bezeichnet das Großprojekt als Desaster und verspricht Aufklärung.

Kostenexplosion bei der Sanierung der Kölner Bühnen: Nach einer aktuellen Schätzung kommen auf die Stadt Ausgaben von bis rund 570 Millionen Euro zu. Ursprünglich hatte die Stadt mit Sanierungskosten von 253 Millionen Euro geplant. Das berichtet der Kölner Express.

 

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) bezeichnete die Kostenexplosion im Kölner Stadt Anzeiger als „Destaster“. Seit Anfang des Projekts 2012 habe es Planungs- und Ausführungsmängel gegeben, räumte das Stadtoberhaupt ein. „Ich habe hier Strukturen übernommen, die ich reparieren werde“, kündigte  Reker an, die seit 2015 im Amt ist. Aktuell untersuche das Rechnungsprüfungsamt die Vorgänge, unter anderem auch um Verantwortlichkeiten zu klären.

Ist die Kulturdezernentin Schuld an der Kostenexplosion?

Verantwortliche aller Fraktionen fordern unterdessen bereits jetzt den Rücktritt von Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach. Ihr wird vorgeworfen, sich zu wenig um die Großprojekte in ihrem Bereich zu kümmern. Wie der Kölner Express berichtet, läuft es auch bei der Sanierung des Römisch-Germanischen Museums nicht rund. Die geplante Sanierungszeit von drei Jahren kann nicht eingehalten werden.

 

Auch bei der Sanierung der Kölner Bühnen hat die Stadt noch einen langen Weg vor sich. Voraussichtlich Ende 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – sieben Jahre später als geplant.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com