Umstrittene Tourismusabgabe kommt

31.08.17 14:01

Frankfurt will Tourismusabgabe erheben

Von Melanie Weber

Frankfurts Kämmerer Becker möchte ab dem kommenden Jahr eine Tourismusabgabe von zwei Euro einführen. Diese soll auch für private Wohnungsanbieter wie Airbnb gelten. Ein Beirat soll über die Verwendung der Mittel entscheiden.

Zukünftig sollen privatreisende Touristen pro Person und pro Übernachtung zwei Euro in Frankfurt am Main bezahlen. Für berufliche Aufenthalte soll keine Gebühr erhoben werden. Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) rechnet mit rund 4,4 bis 5 Millionen Euro zusätzlichen Einnahmen, die in den städtischen Haushalt fließen sollen. Über die Verwendung der Mittel soll ein Beirat entscheiden, der mit drei Magistratsmitgliedern und je einem Vertreter der Industrie- und Handelskammer, des Hotel- und Gaststättenverbands und der Tourismus- und Kongress-Gesellschaft in Frankfurt besetzt wird, berichtet die F.A.Z.

 

Das Entgelt soll direkt vor Ort in den Hotels, Gaststätten Jugendherbergen und Zeltplätzen bezahlt werden. Wenn Touristen in einer privaten Unterkunft übernachten, beispielsweise in Wohnungen vermittelt durch das Internetportal Airbnb, so muss der Vermieter das Geld an die Stadt abführen. Der Außendienst des Kassen- und Steueramts soll hierbei für Stichproben zuständig sein. Laut Becker ist die Touristenabgabe in Höhe von zwei Euro ein „fairer Preis“ und leiste einen Beitrag, um den Standort attraktiv zu halten. Vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung soll der Beschluss ab dem 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com