Verhandlungen im Kitastreit wieder aufgenommen

01.06.15 08:00

Landsberg gegen Tariferhöhungen für Erzieher

Von Katharina Gail

Im Kitastreit tut sich was. Seit Montag sitzen die Gewerkschaften und die Arbeitgeber wieder am Verhandlungstisch. DStGB-Chef Gerd Landsberg sagte, er sehe keinen Spielraum für eine generelle Tariferhöhung für Erzieher.

Nach einem dreiwöchigen Kitastreik haben sdie Gewerkschaften und die kommunalen Arebitgeber am Montag wieder Verhandlungen aufgenommen. Verdi-Chef Frank Bsirske weckte in einem Interview mit der Frankfurt Allgemeinen Sonntagszeitung Hoffnung auf ein baldiges Ende des Streiks. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindesbundes, Dr. Gerd Landsberg, warnte jedoch vor aus seiner Sicht zu hohen Zugeständnissen gegenüber den Erziehern. „Im Hinblick auf die dramatische Finanzlage vieler Kommunenund den immens hohen Investitionsbedarf sehen wir keine Möglichkeit, eine generelle höhere Eingruppierung aller 125.000 Erzieher und Erzieherinnen zu finanzieren“, so Landesberg gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.


Verdi hatte zuvor neben einer geforderten Tariferhöhung um 5,6 Prozent eine außerordentliche Hochstufung für Erzieher und Sozialarbeiter gefordert. Dies würde eine Aufstockung um 10 Prozent bedeuten. Bislang haben die kommunalen Arbeitgeber nur eine teilweise Hochstufung einzelner Beschäftigtengruppen angeboten, nicht aber eine umfassende Hochstufung aller Kitamitarbeiter.