München bleibt Spitzenreiter im Städteranking des HWWI und der Berenberg Bank.

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München bleibt Spitzenreiter im Städteranking des HWWI und der Berenberg Bank.

HWWI/Berenberg-Städteranking zur Zukunftsfähigkeit

18.09.17 15:30

Städteranking: München ist Spitzenreiter

Von Vanessa Wilke

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut und die Privatbank Berenberg haben zum fünften Mal die 30 größten deutschen Städte auf ihre Zukunftsfähigkeit hin untersucht. München ist erneut Spitzenreiter – auf den Plätzen folgen die Aufsteiger Leipzig und Frankfurt am Main.

 Alle zwei Jahre veröffentlichen das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg ihr gemeinsames Ranking der 30 größten Städte Deutschlands. Nun hat HWWI-Geschäftsführer Henning Vöpel auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main die zentralen Ergebnisse der aktuellen Erhebung vorgestellt. Vöpel und seine Mitarbeiter untersuchten die Städte anhand von Kennzahlen hinsichtlich ihrer ökonomischen Leistungsfähigkeit (Trendindex), ihrer zukünftigen demografischen Entwicklung (Demografieindex) und bedeutender Standortfaktoren wie Bildung, Innovation, Internationalität und Erreichbarkeit (Standortindex). 

 

Wie schon beim Ranking 2015 führt die bayerische Landeshauptstadt München das Ranking an. Es folgen die Städte Leipzig (aufgestiegen von Rang 3 auf Rang 2), Frankfurt am Main (aufgestiegen von Rang 4 auf Rang 3), Dresden (aufgestiegen von Rang 10 auf Rang 4) und Berlin (abgestiegen von Rang 2 auf Rang 5). Auf den letzten Plätzen rangieren in diesem Jahr die Städte Mönchengladbach, Bochum, Duisburg und Chemnitz, Schlusslicht ist Gelsenkirchen. 2015 war noch Chemnitz das Schlusslicht.

Städteranking: HWWI sieht insgesamt positive Entwicklung

Vöpel betonte, dass sich alle 30 Städte seit dem letzten Ranking 2015 gut entwickelt hätten; absolut betrachtet hätten sich die Kennzahlen durchweg verbessert.. Man könne jeden Bürgermeister zu dieser Entwicklung beglückwünschen.

 

Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Städte sei, dass sie für Wachstumsträger attraktiv seien. In diesem Zusammenhang gebe es zwei Gesetzmäßigkeiten: „Wissen zieht Wissen an, und Aktivität stößt Aktivität an“, sagte Vöpel. Diese beiden Tatsachen beschleunigten aber sowohl Aufwärts- als auch Abwärtstrends, warnte der Wissenschaftler. Die größte Herausforderung der Städte bestehe aktuell darin, ihre industrielle Prägung in eine digitale Zukunft zu transformieren.

 

v.wilke@derneuekaemmerer.de