Haushaltssperre wegen Flüchtlingskosten

13.10.17 14:30

Wachtberg: Kämmerin verhängt Haushaltssperre

Von Ariane Mohl

Weil das Land NRW die Kosten für die Flüchtlinge nicht in voller Höhe erstattet, hat die Kämmerin der Gemeinde Wachtberg eine Haushaltssperre erlassen. So soll das Abrutschen in die Haushaltssicherung verhindert werden.

Die Kämmerin der nordrhein-westfälischen Gemeinde Wachtberg, Beate Pflaumann, hat eine Haushaltssperre verfügt. Ziel der aktuellen Haushaltssperre ist es einem Bericht des Bonner General Anzeigers zufolge, im laufenden Jahr weniger als fünf Prozent Eigenkapital zu verzehren. Gelingt dies der Kommune nicht, muss sie laut Pflaumann ein Haushaltssicherungskonzept vorlegen.

 

Aller Voraussicht nach wird das prognostizierte Haushaltsdefizit der Gemeinde von rund 2,6 Millionen Euro um etwa 450.000 Euro höher ausfallen. Von der Schwelle zur Erstellung eines Haushaltssicherungskonzepts ist Wachtberg damit nur noch rund 170.000 Euro entfernt.

 

Schuld an der Finanzmisere der Gemeinde sind nach Angaben der Kämmerin „Mindereinnahmen im Bereich der Erstattungen des Landes im Asylbereich“.

 

Wachtberg hat mehr als 20.000 Einwohner und grenzt unmittelbar an die Bundesstadt Bonn.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de