Konsolidierung der Wuppertaler GWG

26.09.17 11:39

Wuppertal: Rat beschließt Rettung der Wohnungsbaugesellschaft

Von Ariane Mohl

Die Stadt Wuppertal hält an der hoch verschuldeten GWG fest. Der Rat stimmte einer jährlichen Finanzspritze für die Wohnungsbaugesellschaft nach langer, hitziger Debatte zu.

Die Stadt Wuppertal unterstützt ihre hoch verschuldete Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) mit rund 2 Millionen Euro im Jahr. Das hat der Rat am gestrigen Montagabend beschlossen. 40 Stadtverordnete stimmten für die GWG-Rettung, 15 mit Nein.

 

Um die Stadttochter vor der Pleite zu retten, will die Stadt Wuppertal der GWG städtische Immobilien übertragen und so das Eigenkapital der Gesellschaft deutlich erhöhen. Aber auch die GWG selbst soll einen Beitrag zur Sanierung leisten, etwa durch den Verkauf von Wohnungen und den Abbau von Stellen. Die Vorschläge beruhen auf dem Konzept eines von der Stadt Wuppertal beauftragten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens.

 

Die GWG sitzt auf einem Schuldenberg in Höhe von 300 Millionen Euro. Die Hälfte davon soll nach Angaben der Stadt aus einem Korruptionsskandal aus den 1990er Jahren stammen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de