Von Hattingen nach Herne

22.04.15 16:50

Herne schafft neues Dezernat für Burbulla

Von Marc-Fabian Körner

Der aktuelle Kämmerer der Stadt Hattingen, Frank Burbulla, soll ein neu geschaffenes Dezernat in Herne übernehmen. Die Opposition kritisiert, dass das Umweltamt deswegen „de facto abgeschafft werde.“

Dr. Frank Burbulla (CDU), aktuell noch Kämmerer, erster Beigeordneter sowie Stellvertreter von Bürgermeisterin Goch (SPD) in Hattingen, soll nach Wünschen der Koalition aus SPD und CDU neuer Dezernent für Feuerwehr, Recht und Bürgerdienste der Stadt Herne werden. Das Amt soll dabei nach Berichten der Zeitung „Der Westen“ eigens für Burbulla geschaffen werden. So sollen sich SPD und CDU darauf verständigt haben, der Unionspartei auch einen Dezernatsposten zu geben. Dies soll nun mit dem Feuerwehrdezernat geschehen. Da das Amt „kostenneutral“ bleiben soll, muss das Umweltamt mit Kürzungen rechnen.


Bei der seiner Wahl am 19. Mai im Stadtrat Herne wird der 46-jährige Burbulla ohne die Stimmen der Opposition auskommen müssen. Diese kündigte bereits an, ihn nicht wählen zu wollen, was jedoch nichts mit seiner Person, sondern vielmehr mit der Schaffung des Dezernats zusammenhängen soll. Dorothea Schulte, Fraktionschefin der Grünen im Stadtrat, konkretisierte dies gegenüber der WAZ: „Das vorgesehene Aufgabenspektrum reicht bei weitem nicht aus für die Einrichtung einer neuen Dezernatsstelle.“ Andreas Ixert (DieLinke) kritisierte vor allem die „de facto Abschaffung des Fachbereichs Umwelt“, dies sei schlicht der falsche Weg.


Die kreisfreie Stadt Herne liegt im nördlichen Ruhrgebiet und gilt mit 164.000 Einwohnern als Mittelzentrum.


m.koerner@derneuekaemmerer.de