Umfrage zu E-Invoicing

04.07.17 10:46

Immer mehr Kommunen zeigen Bereitschaft für E-Invoicing

Von Melanie Weber

Die Bereitschaft zur Digitalisierung und Umstellung auf elektronische Rechnung bei den Kommunen nimmt zu. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Die Umsetzung ist jedoch nach wie vor eine Herausforderung für viele Kommunen.

Immer mehr Kommunen zeigen Bereitschaft zur Umstellung auf elektronische Rechnungen. Dies belegt eine aktuelle Umfrage des E-Invoicing Anbieters crossinx in Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern und dem Verband elektronische Rechnungen (VeR). Laut Studie nutzen bereits mehr als 28 Prozent der Kommunen E-Invoicing. Auch in anderen Kommunen scheint die Digitalisierung voran zu gehen. Rund 69 Prozent haben angegeben, aktive Maßnahmen zur Umsetzung der EU-Richtlinien 2014/55 zu planen, welche zu einer Einführung der elektronischen Rechnung bis 2018 verpflichtet. Insgesamt 32 Prozent der Befragten, die bereits auf elektronische Rechnungen umgestellt haben, gaben als Grund die politische Vorgabe der Europäischen Union an. Mehr als jede zweite der befragten Kommunen wechselten zu E-Invoicing aus ökonomischen Gründen. Durch die Umstellung lassen sich für die Kommunen laut crossnix rund 6,5 Milliarden Euro jährlich sparen.

 

Doch trotz allem gehen die Kommunen nur zögerlich an die Umstellung heran. In Sachen Umsetzung und Herangehensweise existieren noch viele Fragezeichen in den Köpfen der Kämmerer. Nach Ergebnis der Studie gibt es hierfür verschiedene Gründe. Jeder zweite sah schlicht und einfach keinen akuten Handlungsbedarf. Aber auch Bedenken über die Unsicherheiten bei den zukünftigen Format-Anforderungen und über die allgemeine Sicherheit wurden geäußert. Die Hälfte der Befragten wünschten sich mehr Pilot- oder Beispielkommunen, die den Umstellungsprozess veranschaulichen. Generell sei die Bereitschaft zur Digitalisierung vorhanden, aber an der Umsetzung hapert es noch.

 

Für die E-Invoicing Umfrage wurden Kämmerer, Bürgermeister, Leiter Stadtkasse und EDV-Leiter von insgesamt 100 Kommunen in 15 Bundeländern befragt.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com