Dienstwagenaffäre des Sinziger Bürgermeisters

19.07.17 11:17

Dienstwagen des Bürgermeisters von Sinzig: Rechnungshof prüft Verschwendung

Von Melanie Weber

Der rheinland-pfälzische Rechnungshof prüft, ob der Bürgermeister der Stadt Sinzig Steuergelder verschwendet hat. Dem Stadtoberhaupt wird unter anderem vorgeworfen, sich bei der Anschaffung seines Dienstwagens nicht um die günstigere Variante bemüht zu haben.

Dienstwagenaffäre in der rheinland-pfälzischen Stadt Sinzig: Der Rechnungshof Rheinland-Pfalz befasst sich derzeit mit dem dienstlichen Fahrzeug des Sinziger Bürgermeisters Wolfgang Kroeger. Dem CDU-Politiker werden Verschwendung und Rechtsbruch vorgeworfen. Er soll „kommunalverfassungsrechtliche und weitere haushaltsrechtliche Vorschriften nicht beachtet, zu hohe Aufwendungen getragen und gebotene Zahlungen für private Nutzungen nicht geleistet haben“, wird dem Stadtoberhaupt vorgeworfen. Demnach sei ohne Ausschreibung ein Dienstwagen geleast worden, obwohl in der Regel ein Kauf günstiger sei. Nach SWR-Informationen hätten jährlich bis zu 10.000 Euro eingespart werden können.

 

Der Bürgermeister weist die Vorwürfe zurück. Kroeger scheidet zum Jahresende aus dem Amt aus.

 

Die rheinland-pfälzische Kleinstadt Sinzig liegt rund 40 km von Koblenz entfernt und hat ca. 20.000 Einwohner.

 

melanie.weber@frankfurt-bm.com