Bundesfinanzministerium schafft Ermäßigung ab

14.10.14 14:22

Kommunen fürchten erhöhte Umsatzsteuer für Saunen

Von Ina Bullwinkel

In Abstimmung mit den Bundesländern will das Bundesfinanzministerium ab Anfang 2015 die bislang geltende Umsatzsteuerermäßigung auf Umsätze aus Saunaleistungen per BMF-Schreiben abschaffen. Saunen würden dann nicht mehr als umsatzsteuerbegünstigte Heilbäder im Sinne des § 12 Abs. 2 Nr. 9 Umsatzsteuergesetz gelten. Nach Angaben des Deutschen Sauna-Bunds käme damit ein Großteil der 2.150 öffentlichen Saunabäder in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Der baden-württembergische Gemeindetagausschuss für Gemeindewirtschaft und Energie hat an diesem Dienstag zu dem Thema in Stuttgart getagt. Die Mitglieder gehen davon aus, dass sich mit dieser Änderung der Saunabesuch für die Bürger um 12 Prozent verteuern wird.

Die neue Regelung habe laut baden-württembergischen Gemeindetag gravierende Auswirkungen auf die Kommunen. Es gebe konkrete Beispiele in Baden-Württemberg, wonach die erhöhte Steuerlast hohe sechsstellige Beträge erreichen wird. Dies werde erhebliche Auswirkungen auf den ohnehin schon kritischen Kostendeckungsgrad kommunaler Bäder haben. Städte und Gemeinden werden gezwungen sein, die Eintrittspreise oder ihre Zuschüsse zu erhöhen. Die baden-württembergischen Kommunen sehen dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit als Urlaubsland gefährdet.

Quelle: Der Neue Kämmerer