Swap-Geschäfte der Stadt Bünde

10.04.17 14:41

Swaps: Stadt Bünde einigt sich mit West-LB-Nachfolgerin

Von Ariane Mohl

Die Stadt Bünde hat einen Schlussstrich unter ihre Swap-Geschäfte gezogen und sich mit der West-LB-Nachfolgerin verglichen. Ihren Anteil am entstandenen Schaden muss die Stadt nun in Raten abzahlen.

Im jahrelangen Streit um ihre Fremdwährungsgeschäfte hat sich die Stadt Bünde mit der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) auf einen Vergleich geeinigt, berichtet die Neue Westfälische. Die EAA ist Rechtsnachfolgerin der WestLB und als solche für eventuelle Schadenersatzansprüche von Kommunen aus Zinsswap-Geschäften zuständig.

 

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben beide Parteien sich bereits im Dezember vor dem Landgericht Bielefeld geeinigt und so einen Schlussstrich unter das laufende Verfahren gezogen. Über den Inhalt des Vergleichs wurde Stillschweigen vereinbart. Der Neuen Westfälischen ist jedoch zu entnehmen, dass die EAA sich an den Verlusten der Stadt Bünde aus den Swap-Geschäften beteiligen werde. Ihren Teil der verbliebenen Verbindlichkeiten werde die Stadt in Raten abzahlen. Angeblich soll die letzte Rate Mitte 2020 fällig werden.

 

Nach Informationen der Neuen Westfälischen hat die Stadt Bünde in den Jahren 2007 und 2008 mehrere Fremdwährungsswaps und -kredite aufgenommen. Durch die Abkopplung des Schweizer Frankens vom Euro blieb die Stadt auf einem Verlust von 14,4 Millionen Euro sitzen.

 

Bünde hat mehr als 47.000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt im ostwestfälischen Landkreis Herford. 

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de