Untreue-Fall bei Herforder Tafel

28.02.17 10:01

Untreue: Engeraner Ratsherr zu Bewährungsstrafe verurteilt

Von Anne-Kathrin Meves

Ein Ratsherr der Stadt Enger, Hendrik K., hat offenbar während seiner Tätigkeit als Kassenwart bei der Herforder Tafel mehr als 3.300 Euro veruntreut. Schöffen verurteilten ihn nun zu neun Monaten Haft, ausgesetzt für zwei Jahre auf Bewährung.

Der SPD-Politiker und Ratsherr der ostwestfälischen Stadt Enger Hendrik K., ist von Schöffen am Amtsgericht Herford zu neun Monaten Haft, ausgesetzt für zwei Jahre auf Bewährung sowie zu 150 Stunden Sozialarbeit verurteilt worden.

Das Schöffengericht am Amtsgericht Herford sah es als erwiesen an, dass der 28-Jährige während seiner Tätigkeit als Kassenwart Geld aus der Kasse der Herforder Tafel entwendet hat, meldet das Westfalen-Blatt. Der 28-Jährige räumte demnach alle 38 Untreuevorwürfe der Staatsanwaltschaft Bielefeld mit einer Schadenssumme von mehr als 3.300 Euro ein. Die Anklage sei in 23 Fällen strafverschärfend von gewerbsmäßigen Taten ausgegangen. Das veruntreute Vereinsgeld hat K. offenbar verwendet, um Internetbekanntschaften teure Erotikgeschenke zu machen.

Der Fall hat die Justiz bereits seit knapp zwei Jahren beschäftigt. Zunächst hatte der nun Verurteilte vor dem Herforder Arbeitsgericht gegen seine Ende 2015 erfolgte Kündigung geklagt.


Die Stadt Enger liegt im ostwestfälischen Kreis Herford und hat rund 20.000 Einwohner.


anne-kathrin.meves@frankfurt-bm.com