Rechtliche Aufarbeitung des WCCB-Skandals

24.09.15 14:32

WCCB: Stadt Bonn siegt vor Gericht

Von Katharina Schlüter

In der Aufarbeitung des Skandals um den Bau des Kongresszentrums WCCB, hat die Stadt Bonn einen Sieg errungen: Das Zivilgericht wies die Klage des Insolvenzverwalters auf Insolvenzverschleppung zurück.

Die Stadt Bonn hat bei der Aufarbeitung des WCCB-Skandals einen Sieg errungen: Das Zivilgericht hat am Donnerstag entschieden, dass die Stadt nicht für den Millionenschaden aufkommen muss, den Gläubiger bei der Insolvenz des Kongresszentrums WCCB erlitten haben. Der Streitwert belief sich auf 10 Millionen Euro. Geklagt hatte Insolvenzverwalter Christopher Seagon. Wie der Generalanzeiger berichte, wies die zuständige Kammer die Klage jedoch nicht deshalb zurück, weil sie diese für unberechtigt hielt, sondern weil sie nach Ansicht der Kammer verjährt ist.

Insolvenzverwalter Seagon hatte der Stadt Bonn Insolvenzverschleppung vorgeworfen. Begründet hatte Seagon diesen Vorwurf damit, dass die Stadt die Sparkasse Köln/Bonn durch eine Bürgschaft zur weiteren Auszahlung eines Kredits gebracht habe, obwohl die Insolvenz bereits absehbar gewesen wäre. Seagon prüft nun, ob er gegen das erstinstanzliche Urteil Revision einlegen wird.

k.schlueter@derneuekaemmerer.de