Der Sparkassenverband und die spanische Santander haben sich auf die Nutzungsrechte der Farbe Rot geeinigt. Damit endet ein zehnjähriger Rechtsstreit.

Nach zehn Jahren ist es nun vorbei: Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), die Santander Consumer Bank und ihre spanische Muttergesellschaft Banco Santander haben sich darauf geeinigt, ihren Streit über die Verwendung der Farbe Rot durch Santander in Deutschland einvernehmlich beizulegen. 

Der Streit ist kurios: Der DSGV ist der Meinung, dass das von der Santander verwendete Rot zu nah an jenem der Sparkassen liegt. Der Sparkassen-Farbton „HKS 13“ ist für den DSGV als abstrakte Farbmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt, wie auch der Bundesgerichtshof 2016 bestätigt hat. „Wenn’s um Geld geht, verbinden die Menschen in Deutschland die Farbe Rot mit den Sparkassen“, sagt Helmut Schleweis, Präsident des DSGV. Seit zehn Jahren stritten sich die Parteien nun schon vor Gericht.

Santander darf Sparkassen-Rot international nutzen

Die nun erfolgte Einigung sieht eine Reduzierung des Roteinsatzes von Santander gegenüber der Ausgangslage von 2009 vor. Dies betreffe insbesondere das Erscheinungsbild der Filialen und der Werbung in Deutschland, heißt es in einer Mitteilung des DSGV. Viele der vereinbarten Änderungen sind bereits von Santander umgesetzt worden. 

Die Verringerung des Roteinsatzes ermögliche es dem DSGV, Nutzungen der Farbe Rot im Außenauftritt von Santander in diesem Umfang zu akzeptieren. Indes: Von der Einigung unberührt bleibt der internationale Auftritt von Santander. Außerhalb Deutschlands dürfen die Spanier also weiter das umstrittene Rot nutzen.

j.eich(*)derneuekaemmerer(.)de

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