Nach zweijähriger Pause trafen sich die Mitglieder des DNK-Fachbeirats wieder. Lars Martin Klieve, Vorstand der Stadtwerke Essen, hatte in das Ruhrgebiet geladen.

Der Fachbeirat von Der Neue Kämmerer ist am Dienstag in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Essen zusammengekommen. Nach einer durch die Corona-Pandemie bedingten Pause konnten sich die Mitglieder des Fachbeirats nach rund zwei Jahren endlich wieder in Präsenz treffen.

Der Einladung von Lars Martin Klieve, Vorstand der Stadtwerke Essen AG, und Vanessa Wilke, Chefredakteurin von Der Neue Kämmerer, waren unter anderem Dörte Diemert, Kämmerin der Stadt Köln, Ralf Weeke, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Solingen, Uwe Zimmermann, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Städte- und Gemeindebund, Gisela Färber, Professorin (em.) Uni Speyer, Gabriele Klug, Stadtkämmerin a.D., Stefan Fenner, CSO bei Capveriant und Christian Schmidt, Direktor Kommunale und Soziale Infrastruktur der KfW, gefolgt.

Neue Mitglieder im DNK-Fachbeirat

Neu im Kreis des Fachbeirats begrüßten die Mitglieder Manuel Boto von der Nord LB als Nachfolger von Jan Kastenschmidt, der die Bank zum August verlassen und zur Helaba wechseln wird – DNK berichtete. Zum letzten Mal mit dabei war Herbert Gehring, Amtsleiter des Rechnungsprüfungsamt der Landeshauptstadt Dresden, der sich zum August in den Ruhestand verabschieden wird.

Nach einem Impulsvortrag von Henrik Scheller, Teamleiter Wirtschaft, Finanzen und Nachhaltigkeitsindikatorik beim Deutschen Institut für Urbanistik (difu) unter der Überschrift „Mit Nachhaltigkeit aus dem kommunalen Investitionsstau? Zwischen ‚Gedöns‘ und Handlungsdruck“ entspann sich unter den anwesenden Mitgliedern des Fachbeirats eine lebhafte Diskussion zum Thema Nachhaltigkeitsindikatorik.

Checkliste für die Nachhaltigkeit?

Während sich die Vertreter der Kommunen zuverlässige Indikatoren und Checklisten als „handfestes Steuerungsinstrumentarium“ wünschten, machten die Fachbeiratsmitglieder gleichzeitig deutlich, dass die Umsetzung schwierig werde. Wichtig sei jedoch, dass dieser Prozess von Anfang an seitens der Kommunen mitgestaltet werde. Einigkeit herrschte ebenfalls  darüber, dass die Politik beim Thema Nachhaltigkeit vielfach noch am Anfang stünde und dass die Kommunen auch hier aktiv gestalten müssten. In erster Linie koste der nachhaltige Stadtumbau wie auch die Digitalisierung „richtig viel Geld“. Umso wichtiger sei es den Nutzen einzelner Maßnahmen monetarisieren zu können. „Es erleichtert jede Finanzierungsdebatte, wenn man eine Rendite zeigen kann“, sagte Diemert.

In seinem Vortrag unterstrich Scheller, dass sich die kommunale Finanzierungssituation 2021 zwar erstaunlich positiv entwickelt habe, es aber in der Einzelbetrachtung zu wachsenden Disparitäten komme. Der wahrgenommene Investitionsrückstand bleibe bestehen, wie auch schon das aktuelle KfW Kommunalpanel zeigt. Demgegenüber stünden riesige gesamtgesellschaftliche und kommunale Transformationsbedarfe. Auch Stadtwerkechef Klieve hob in seiner Begrüßung die Notwendigkeit der Transformation der Stadtwerke hervor – auch vor dem Hintergrund des aktuell knapper werdenden Gasflusses aus Russland.

Rundgang durch das Museum Folkwang

Den Abschluss der Fachbeiratssitzung bildete eine Führung durch das Museum Folkwang. Auch dieser Programmpunkt war geprägt von Veränderungen. So ist der Eintritt in die Sammlung des Museums seit 2015 frei, seitdem komme laut Direktor Peter Gorschlüter ein Vielfaches an Besuchern über alle Altersklassen hinweg. Ebenfalls noch recht neu ist die Hängung der Werke – von der chronologischen hin zur thematischen Anordnung.

ak.meves@derneuekaemmerer.de

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