Garmisch-Partenkirchen tritt auf die finanzielle Notbremse und erlässt eine Haushaltssperre. Der Finanzausschuss hat mehrere Stellen im Haushalt mit einem Sperrvermerk belegt.

Der coronabedingte Lockdown hat Spuren in den Finanzen der bayerischen Stadt Garmisch-Partenkirchen hinterlassen. Wie die 27.000-Einwohner-Gemeinde auf DNK-Nachfrage bestätigt, hat der Finanzausschuss mehrere Haushaltsstellen mit einem Sperrvermerk belegt.

„Die derzeitige Schätzung von Mindereinnahmen und Mehrausgaben beläuft sich auf ca. 2,4 Millionen Euro“, teilt die Gemeinde mit. Die coronabedingten Einnahmeausfälle sollen nun durch die Haushaltssperre ausgeglichen werden.

Insbesondere Baumaßnahmen betroffen

Die Haushaltssperre betrifft sowohl die konsumtiven als auch die investiven Ausgaben. Rund 90 Prozent der angepeilten Einsparungen sollen im Vermögenshaushalt erfolgen. Hier werden laut der Gemeinde insbesondere die Baumaßnahmen zurückgefahren.

„Die Haushaltssperre ist zur Sicherung des Haushaltsausgleichs notwendig“, teilt die Gemeinde mit. Das Ziel sei, den Ausgleich ohne Nachtragshaushalt zu erreichen. Für das Haushaltsjahr 2020 hatte der Markt Garmisch-Partenkirchen ursprünglich ein Gesamthaushaltsvolumen von rund 110 Millionen Euro veranschlagt.

alexandra.jarchau(*)frankfurt-bm(.)com

Info

Weitere Nachrichten und Hintergründe finden Sie auf den DNK-Themenseiten Haushaltssperre und Coronakrise.

Aktuelle Beiträge

Der Newsletter für Kämmerer
– jeden Freitag in Ihr Postfach
Newsletter abonnieren »
Newsletter abonnieren »
Der Newsletter für Kämmerer – jeden Freitag in Ihr Postfach