An der Umfirmierung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Duisburg beteiligt: Michael Weis (Sparkasse Duisburg), Oberbürgermeister Sören Link (Stadt Duisburg), Bernd Wortmeyer (GEBAG), Marcus Wittig (DVV), Rasmus C. Beck (GFW), Thomas Patermann (Wirtschaftsbetriebe) und Wirtschaftsdezernent Andree Haack (Stadt Duisburg) (v.l.)

Urheberin: Jacqueline Wardeski, Nutzungsrechte: GFW Duisburg

19.02.21
Beteiligungsmanagement

Duisburg: Aus Wirtschaftsförderung wird Wirtschaftsentwicklung

Die Stadt Duisburg organisiert ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft neu. Kommunale Unternehmen beteiligen sich daran. Das verändert auch die Gesellschafterstruktur.

Die Stadt Duisburg richtet ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft neu aus. Seit Anfang Februar firmiert sie nicht länger als „Wirtschaftsförderung“, sondern als „Wirtschaftsentwicklung“. Die begriffliche Neuausrichtung weist auf einen Wandel im Selbstverständnis der Organisation hin. Wirtschaftsförderung wecke die Assoziation mit einer Art „Reparaturbetrieb“, erklärt der neue Geschäftsführer der Gesellschaft Rasmus Beck. Man wolle aber vor allem zukunftsgerichtet handeln und zur Entwicklung des Wirtschaftsstandorts beitragen.

Kommunale Unternehmen im Gesellschafterkreis

Auch in der Gesellschafterstruktur gibt es eine Veränderung: Diverse kommunale Unternehmen treten als Gesellschafter ein. Neben der Stadt, die 75 Prozent der Anteile an der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft hält, sind außerdem die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, die Baugesellschaft GEBAG, die Sparkasse sowie die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, der örtliche Entsorger, mit jeweils 6,25 Prozent beteiligt.

Zuvor wurde die Wirtschaftsförderung von der Stadt (50 Prozent), den Stadtwerken, der Sparkasse (je 1 Prozent), der IHK (rund 10 Prozent) sowie diversen Unternehmen und Verbänden der privaten Wirtschaft getragen. In der neuen Beteiligungsstruktur wolle man die „relevanten kommunalen Unternehmen als Gesellschafter“ verankern, sagt Oberbürgermeister Sören Link. So werde es möglich, das Handeln der einzelnen Akteure im Sinne des gemeinsamen Standortes noch besser und schlagkräftiger abzustimmen. 

Der Wirtschaftsstandort Duisburg im Profilwandel

Die neue Wirtschaftsentwicklung soll insbesondere auf vier Handlungsfelder abzielen: Gewerbeflächenmanagement und -vermarktung, Standortmarketing und Internationalisierung, Innovation und Technologietransfer sowie Startups und Fachkräfte. Die kommunalen Unternehmen, die nun Gesellschafter sind, könnten hier ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen und zusammenführen. Diese stärkere Verzahnung betrifft beispielsweise die gemeinsame Vermarktung von Flächen oder Messeauftritte. Auch an strategisch wichtigen Stadtthemen wie der Digitalisierung wollen sie ihre Zusammenarbeit intensivieren.

Eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft bleibt es, den Standort Duisburg national und international zu positionieren. Der vollzieht gerade einen Profilwandel und Imagewechsel. Historisch ist die Stadt von der industriellen Produktion stark geprägt. Ihre Zukunft sieht sie jedoch verstärkt in den Bereichen von modernen Technologien, Innovation und Wissenschaft. 

a.erb(*)derneuekaemmerer(.)de

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