Das Entsorgungsunternehmen Remondis aus Lünen hat im Rahmen eines EU-Pilotprojekts den Zuschlag für die Beteiligung an FES erhalten.

Quelle: Thinkstock/Getty Images/iamnao

10.09.20
Beteiligungsmanagement

Remondis erhält Zuschlag für FES-Beteiligung

Remondis bleibt mit 49 Prozent am Frankfurter Entsorgungsunternehmen FES beteiligt. Den Zuschlag hat das Lünener Unternehmen im Rahmen eines EU-Pilotprojektes erhalten.

Das Entsorgungsunternehmen Remondis aus Lünen hat den Zuschlag für die Beteiligung an der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) erhalten. In einem EU-weiten Pilotprojekt hatte die Stadt Frankfurt im vergangenen Jahr 49 Prozent der Anteile an der FES ausgeschrieben, heißt es in einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch.

Im Wettbewerbsverfahren konnte sich demnach Remondis gegenüber einer „hochqualifizierten Konkurrenz aus der Entsorgungsbranche“ durchsetzen. So bleibe der bisherige private Partner an Bord. Dieser ist bereits seit 1998 im Rahmen einer Public-private-Partnership (PPP) an der FES beteiligt. „Der Zuschlag für eine 20-jährige Partnerschaft an der FES ist für die Stadt Frankfurt, für die Bürgerinnen und Bürger sowie das Unternehmen FES ein echter Gewinn“, sagen nun Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker sowie Umweltdezernentin Rosemarie Heilig in der Mitteilung.

Vertragsvolumen von 2,4 Milliarden Euro

Der Konsortialvertrag läuft vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2040. Über die Laufzeit gerechnet handelt es sich in der Summe „um ein Vertragswerk mit einem finanziellen Volumen von rund 2,4 Milliarden Euro“. Laut Kämmerer Becker wurde zudem eine Endschaftsregelung für die Zeit nach 2040 verhandelt. Die Stadt könne dann entweder die Anteile des privaten Partners zurückkaufen oder erneut ausschreiben. Als dritte Option bestehe die Möglichkeit, die FES aufzuspalten, indem das Drittgeschäft auf eine neue Gesellschaft übertragen und das Satzungsgeschäft bei der Stadt belassen werde.

Das Vergabeverfahren wurde laut Informationen aus der Mainmetropole im Rahmen eines Pilotprojekts in enger Abstimmung mit der EU-Kommission durchgeführt. Im Sommer 2018 war die Stadt demnach mit dem Vorschlag, die 49 Prozent der Gesellschaftsanteile europaweit in den Wettbewerb zu stellen, auf die EU-Kommission zugegangen. Diese hatte zuvor deutlich gemacht, dass der Abfall- und Entsorgungsvertrag nach seinem Ablauf 2025 neu ausgeschrieben werden müsse.

ak.meves(*)derneuekaemmerer(.)de