Gründung eines Zweckverbandes

20.01.16 14:47

Sparkassen in Herdecke und Hagen erwägen Fusion

Von Ariane Mohl

Die Verwaltungsräte der Sparkassen Herdecke und Hagen haben der Aufnahme von Fusionsverhandlungen zugestimmt. Die beiden Sparkassen wollen durch die Gründung eines Zweckverbandes Kosten sparen und sich fit für die digitale Zukunft machen.

Die Sparkasse Herdecke und die Sparkasse Hagen haben Verhandlungen über die Gründung eines Zweckverbandes aufgenommen. Das haben die Verwaltungsräte der beiden Banken beschlossen.

 

Franz-Wilhelm Buerdick, der Vorstand der Herdecker Sparkasse, betonte gegenüber der WAZ, dass es aufgrund der Bilanzen beider Institute keinen Zwang zur Fusion gebe. Beide Institute seien „kerngesund“. Beide Institute wollen sich jedoch offenbar für die Zukunft rüsten. Man rechne langfristig mit einer kleineren Kundschaft, die digitale Angebote von ihrer Sparkasse erwartet. Buerdick rechnet laut WAZ zudem mit einer sehr viel stärkeren Regulierung der Sparkassen und Privatbanken durch die EU.

 

Die Gründung eines Zweckverbandes könne helfen, Kosten zu sparen. Schließlich müsse ein kleines Institut den gleichen Aufwand betreiben wie ein großes, erläutert Buerdick.

 

Sollten die beiden Sparkassen sich zusammentun, schließt der Banker eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl nicht aus. Dieses Ziel solle jedoch ohne Kündigungen erreicht werden.


Die Institute in Herdecke und Hagen sind nicht die einzigen Sparkassen, die über eine Fusion nachdenken. Niedrige Zinsen, der demografische Wandel und das Online-Banking machen vielen Sparkassen zu schaffen. Die Dachverbände der Sparkassen und Volksbanken rechnen laut Süddeutscher Zeitung damit, dass die Zahl der Fusionen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Anfang 2016 fusionierten beispielsweise die Sparkassen Singen-Radolfzell und Stockach.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de