03.06.15
Beteiligungsmanagement

Studie: Rekommunalisierung ein Finanzrisiko

Keine Gewinne, Energiepreise auf hohem Niveau: Der Rückkauf von Netzbetreibern stellt für Kommunen ein finanzielles Risiko dar. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie.

Kommunen gehen ein hohes finanzielles Risiko ein, wenn sie Netzbetreiber rekommunalisieren. Das besagt eine Handelsblatt-Studie, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Auftrag gegeben hat. Jeder dritte der in der Studie untersuchten Netzbetreiber habe zwischen 2011 und 2012 rote Zahlen geschrieben.

 

Die hohen Erwartungen der Kommunen an den Rückkauf gingen oft nicht auf. Weder stelle die Rekommunalisierung eine Garantie für Gewinne noch auf niedrige Energiepreise dar, fassen die Autoren zusammen. Das Stromnetz ist einer der am stärksten regulierten Bereiche der hiesigen Wirtschaft. Das gestalte die Einnahmen kalkulierbar und deshalb scheinbar attraktiv für Kommunen. Dem stehe allerdings laut den Autoren aufgrund der Energiewende ein stetig wachsender Investitionsbedarf gegenüber . Damit hätten die untersuchten Unternehmen ein ernsthaftes Problem.

 

Der Trend zur Rekommunalisierung besteht unterdessen fort. Nach Angaben des Verbands kommunaler Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren 100 Stadtwerke neu gegründet. In 250 Fällen wechselte die Konzession von privaten zu einem kommunalen Unternehmen.