Köln: Sanierung der Spielstätten

20.01.17 11:09

Bühnen Köln platzieren Schuldscheindarlehen

Von Anne-Kathrin Meves

Mit einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 200 Millionen Euro wollen die Bühnen Köln die Sanierung ihrer Spielstätten finanzieren. Die Sanierung ist mittlerweile deutlich teurer geworden als ursprünglich geplant.

Die Bühnen der Stadt Köln haben ein festverzinsliches Schuldscheindarlehen über 200 Millionen Euro aufgenommen. Das Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von 40 Jahren platzierte die Deutsche Bank als Arrangeur in drei Tranchen bei institutionellen Investoren, melden heute die Wirtschaftskanzlei Bryan Cave und PSPC, die die Bühnen Köln gemeinsam bei der neuen Finanzierung beraten haben.

Das Schuldscheindarlehen ist demnach Teil eines Finanzierungskonzepts für die Generalsanierung des denkmalgeschützten Riphahn-Ensembles am Offenbachplatz, der Spielstätte der Bühnen Köln mit Oper, Schauspiel, Kinderoper und Tanzgastspielen. Es berücksichtige dabei die Möglichkeiten der Bühnen Köln als eigenbetriebsähnliche Einrichtung für die Aufbringung des Kapital- und Schuldendienstes. Neben dem Schuldscheindarlehen sind laut Mitteilung ebenfalls Mittel der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie durch die NRW Bank weitergeleitete Mittel der KfW Teil des Finanzierungskonzepts.

Die Stadt Köln ist schon seit einiger Zeit mit der Sanierung  von Opern- und Schauspielhaus beschäftigt. Bereits 2015 war deutlich geworden, dass die Arbeiten länger dauern und teurer würden als zunächst geplant, meldete die Neue Osnabrücker Zeitung im vergangenen Dezember. Mit Stand vom Dezember 2016 soll die Sanierung rund 400 Millionen Euro kosten – ursprünglich geplant waren 250 Millionen Euro.

anne-kathrin.meves@frankfurt-bm.com