NRW-Bauministerium will Finanzierungslücke bei der Quartiersentwicklung schließen

20.04.16 11:13

Frisches Geld für lebendige Stadtquartiere

Von Katharina Schlüter

Das NRW-Bauministerium hat ein neues Programm zur Förderung einer wirtschaftlichen und sozialen Belebung von Stadtquartieren aufgelegt. Auch öffentliche Unternehmen können auf die geförderten Krediten zurückgreifen.

Die Landesregierung NRW will das Thema Stadtentwicklung und Quartiersmanagement stärker voran treiben. Zu diesem Zweck legt das NRW-Bauministerium gemeinsam mit der NRW-Bank ein neues Kreditprogramm auf. Der sogenannte Stadtentwicklungskredit richtet sich an öffentliche und private Unternehmen.

 

„Viele gute Projektideen scheitern bislang an Finanzierungsfragen“, erklärt NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD). So gebe es eine Finanzierungslücke für schwach rentierliche Projekte. Stadtentwicklungsprojekte, die weder eine Zuschussförderung noch eine marktübliche Finanzierung erhalten, sollen zukünftig auf den Stadtentwicklungskredit zurückgreifen können. Gefördert wird zum Beispiel der Erwerb und grundlegende Umbau von Handelsimmobilien zu sozialen Nachbarschaftseinrichtungen. Auch begleitende nicht-investive Maßnahmen wie projektbezogene Gemeinwohlarbeit, Rückbaukonzepte und Nutzungsstudien sind förderfähig.

 

Die Darlehenslaufzeit liegt zwischen drei und 15 Jahren, die Zinsbindung beträgt maximal zehn Jahre. Die aus EU-Mitteln sowie durch die NRW.Bank finanzierten Kredite können über die Hausbank beim NRW-Bauministerium beantragt werden. Träger von Stadtentwicklungsprojekten können eine bis zu 80-prozentige Haftungsfreistellung für die Hausbank beantragen.

 

k.schlueter@derneuekaemmerer.de