Sabine Dobre/Gewobag

11.09.19
Finanzmanagement

Gewobag begibt Rekord-Schuldschein

Das Wohnungsbauunternehmen Gewobag hat ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 700 Millionen Euro begeben. Es soll sich um den bisher größten Schuldschein für ein Immobilienunternehmen handeln, der am Markt platziert wurde.

Die Berliner Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft zapft den Schuldscheinmarkt an. 700 Millionen Euro sammelt das Unternehmen mit der Transaktion ein. Ursprünglich sollte das Emissionsvolumen bei nur 200 Millionen Euro liegen. Doch nach Angaben der BayernLB, die das Schuldscheindarlehen arrangiert und gemeinsam mit der LBBW herausgegeben hat, war die Nachfrage so hoch, dass eine annähernd achtfache Überzeichnung erreicht wurde.

Laut BayernLB handelt es sich um den bisher größten Schuldschein für ein Immobilienunternehmen, der am Markt platziert wurde. Mit einer Laufzeit bis zu 40 Jahren ist es demnach auch die bis dato längste Namensschuldverschreibung eines Unternehmens.

Bei den deutlich über 100 Investoren handelt es sich laut Mitteilung zum Großteil um Versicherungen, Sparkassen, Asset Manager und Pensionsfonds. Der kommunale Hintergrund, das Geschäftsmodell, die gute Reputation sowie das exzellente Rating von A+ (S&P) bzw. A1 (Moody’s) haben nach Einschätzung der BayernLB maßgeblich zur Attraktivität des Angebots beigetragen.  

Das Volumen verteilt sich auf fixe und variable Tranchen von 400 Tagen bis hin zu 40 Jahren, wobei über 72 Prozent des Ordervolumens sich auf die Tranchen ab 12 Jahren konzentrierten.

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de