Neue Anlagestrategie in Bad Homburg

10.11.16 14:28

Kämmerer von Bad Homburg darf in Investmentfonds anlegen

Von Ariane Mohl

Bis zu 30 Millionen Euro darf der Kämmerer von Bad Homburg in Investmentfonds anlegen. Das hat der Stadtrat nach kontroverser Diskussion beschlossen.

Karl Heinz Krug (SPD), Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Bad Homburg, wurde vom Stadtparlament ermächtigt, bis zu 30 Millionen Euro in Investmentfonds anzulegen.

 

Der Entscheidung ging jedoch eine kontroverse Debatte voraus, in der die Opposition scharfe Kritik an der neuen Anlagestrategie des Stadtkämmerers äußerte. Mit Steuergeldern dürfe auf keinen Fall spekuliert werden, hieß es etwa von Seiten der Grünen.

 

Stadtkämmerer Krug wies in der Diskussion darauf hin, dass die Stadt ohnehin nur in konservative Mischfonds mit einer Aktienquote von höchstens 30 Prozent investieren dürfe. Da die Banken der Stadt inzwischen aber einen Strafzins von 0,4 Prozent in Rechnung stelle, sei es nicht sinnvoll, das Geld weiter auf dem Festgeldkonto zu belassen.

 

 

Mit diesem Problem steht der Kämmerer von Bad Homburg nicht alleine da. In seinem Gemeindefinanzbericht 2016 geht der Deutsche Städtetag explizit auf die „Sorgfaltspflicht im Umgang mit kommunalem Vermögen“ ein. Diese verlange, sichere, risikoarme Anlageformen zu wählen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de