02.06.16
Finanzmanagement

Lünen schließt erstes Schuldscheindarlehen ab

Die hoch verschuldete Stadt Lünen hat ein Schuldscheindarlehen über 45,5 Millionen Euro abgeschlossen. Es hat eine Laufzeit von zehn Jahren und löst auslaufende Kredite ab.

Die Stadt Lünen hat sich über ein Schuldscheindarlehen 45,5 Millionen Euro geliehen, um auslaufende Kredite abzulösen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Am Kapitalmarkt platziert wurde es in Zusammenarbeit mit der Landesbank Hessen-Thüringen, die den Kontakt zu Versicherungen, Pensionsfonds, Sparkassen und Bausparkassen hergestellt hat. Stadtkämmerer Uwe Quitter bewertet den Abschluss als Erfolg. 

 

„Die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheins hat gleich zwei positive Effekte. Zum einen konnten wir neue Investoren gewinnen und den Kreis der Kreditgeber somit erweitern. Zum anderen haben wir einen Teil der Liquiditätskredite in der aktuellen Niedrigzinsphase langfristig zu günstigen Konditionen absichern können“, erläutert er in einer Mitteilung der Stadt.

Günstige Konditionen

Quitter betont, dass es sich bei dem Schuldscheindarlehen nicht um ein Spekulationsinstrument, „sondern ein sicheres konservatives Darlehen mit niedrigen festgeschriebenen Zinsen“ handele. Zu den konkreten Konditionen äußert sich die Stadt nicht. Über den Zinssatz für das Schuldscheindarlehen sei Stillschweigen vereinbart worden, betont der Kämmerer. Er liege aber „marginal über den zehnjährigen Zinssätzen, wenn wir denn welche über zehn Jahre bekommen würden“, wird Quitter in den Ruhrnachrichten zitiert.

 

Lünen hat rund 87.000 Einwohner und liegt im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Arnsberg.

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de