Negative Zinsen als Konsequenz der EZB-Politik

18.03.16 09:56

Nach der EZB-Entscheidung: EONIA und Euribor geben weiter nach

Von Katharina Schlüter

Die Interbankensätze EONIA und Euribor haben in dieser Woche die EZB-Entscheidung von letzten Donnerstag nachvollzogen. Damit verschärft sich das Problem synthetischer Festzinskredite weiter.

Die Interbankenzinssätze haben in dieser Woche wie von Beobachtern erwartet auf die EZB-Entscheidung von vergangener Woche reagiert: So gab der EONIA (Euro OverNight Index Average) von Dienstag letzter Woche auf Mittwoch dieser Woche von -0,234 Prozent auf -0,339 Prozent nach. Der 3-Monats-Euribor sank im gleichen Zeitraum von -0,224 Prozent auf -0,230 Prozent.

 

Für Kommunen sind die Interbankenzinssätze wichtig, weil sich die variabel verzinsten Kredite an diesen Sätzen orientieren. Kritisch sind die negativen Zinsen für Kommunen, die variabel verzinste Kredite über Zinsswaps abgesichert haben. Da Banken die beiden Geschäfte unterschiedlich behandeln, kann die Zinssicherung sich in ein theoretisch nach oben unbegrenztes Risiko umkehren. Vergangene Woche hatte der Deutsche Städtetag sich hierzu positioniert.

 

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