Swap-Geschäfte

11.04.16 15:31

Swaps: Remscheid vergleicht sich mit West-LB-Nachfolgerinnen

Von Ariane Mohl

Die Stadt Remscheid zieht einen Schlussstrich unter ihre Swap-Geschäfte. Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs beteiligen sich die West-LB-Nachfolgerinnen an den Verlusten der Stadt.

Die Stadt Remscheid und die Rechtsnachfolgerinnen der West LB, die Portigon AG und die Erste Abwicklungsanstalt (EAA), haben ihren jahrelangen Streit um hochriskante Zinswetten mit einem außergerichtlichen Vergleich beendet. Über die Inhalte wurde, wie in solchen Fällen üblich, Stillschweigen vereinbart.

 

Die Swap-Geschäfte haben den Haushalt der Stadt Remscheid insgesamt mit 21,1 Millionen Euro belastet, teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Wie die Rheinische Post berichtet, soll sie von der früheren West LB 6 Millionen Euro zurückbekommen. Diese Summe sei auch bereits im Nachtragshaushalt für 2016 eingerechnet. Wie die Rheinische Post weiter berichtet, hätte die Stadt ohne diese einmalige Zahlung den Haushaltsausgleich nicht geschafft. Remscheid gehört seit 2011 zu den Stärkungspaktkommunen des Landes NRW und ist als solche zur Einhaltung des Haushaltssanierungsplans gezwungen.

 

a.mohl@derneuekaemmerer.de