11.10.16
Finanzmanagement

Swaps: Stadt Hattingen schließt Vergleich mit WestLB-Nachfolgerin

Im Streit um ihre Swap-Geschäfte hat die Stadt Hattingen sich mit der EAA verglichen. Der Vergleich kommt die Stadt teuer zu stehen, laut Kämmerer Mielke lohnt er sich trotzdem.

Die Stadt Hattingen hat sich im Streit um ihre Swap-Geschäfte mit der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) auf einen Vergleich geeinigt. Dieser sieht vor, dass die Stadt rund 11 Millionen Euro an die WestLB-Nachfolgerin zahlt. Das vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf anhängige Verfahren ist damit erledigt.

 

Nach Angaben der Stadt wurde mit der EAA vereinbart, dass die Derivate sofort aufgelöst werden, die Stadt die 11 Millionen Euro aber nicht auf einen Schlag zurückzahlen muss. Über die weiteren Details wurde Verschwiegenheit vereinbart.

Kämmerer Mielke: Der Vergleich hat sich gelohnt

In einer Pressemitteilung betonte Kämmerer Frank Mielke, dass beide Seiten Zugeständnisse gemacht hätten, um einen Schlussstrich unter den Rechtsstreit ziehen zu können. „Mit diesem Vergleich wird ein möglicher, mehr als doppelt so hoher Schaden von der Stadt abgewendet und ein lang andauerndes, kostenträchtiges Verfahren vermieden“, so Mielke.   

 

Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Vergleich bereits zugestimmt.

 

Hattingen hat fast 56.000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt des Ennepe-Ruhr-Kreises in Nordrhein-Westfalen.  

 

a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de